Bra­vour
Konrops Traum
FEDERATION CYNOLOGIQUE INTERNATIONALE (AISBL)  SECRETARIAT GENERAL: 13, Place Albert 1er  B – 6530 Thuin (Belgique)  ______________________________________________________________________________                                                                                                                                                                      _______________________________________________________________                                                                                 _______________________________________________________________
23.12.2010/DE      FCI-Standard Nr. 166            DEUTSCHER SCHÄFERHUND                    Stockhaar 
           Langstockhaar
URSPRUNG: Deutschland  DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN OFFIZIELLEN STANDARDS: 11.08.2010 VERWENDUNG :  vielseitiger Gebrauchs-, Hüte-und Dienstgebrauchshund KLASSIFIKATION FCI:  Gruppe 1 - Hütehunde und Treibhunde Sektion 1  Schäferhunde mit Arbeitsprüfung Kurzer   geschichtlicher   Überblick:      Nach   den   amtlichen   Festsetzungen   des   Vereins   für   Deutsche   Schäferhunde   (SV)   e.V.,   Sitz   Augsburg,   im   Verband   für   das   Deutsche   Hundewesen   -VDH-,   der   als   Gründerverein   der   Rasse   für   den   Rassestandard   des   Deutschen   Schäferhundes   verantwortlich zeichnet,   aufgestellt   in   der   ersten   Mitgliederversammlung   zu   Frankfurt/M.   am   20.   September   1899,   nach   den   Vorschlägen   von   A.   Meyer   und   von   Stephanitz,   nebst   den   Ergänzungen   der   VI.   Mitgliederversammlung   am   28.   Juli   1901,   der   XXIII.   Mitgliederversammlung   zu   Köln/Rh.   am   17. September   1909,   der   Vorstands-und   Beiratssitzung   zu   Wiesbaden   am   5.   September   1930   und   Zuchtausschuss-und   Vorstandssitzung   am   25.   März   1961,   im   Rahmen   der   Weltunion   der   Vereine   für   Deutsche   Schäferhunde   WUSV   -,   überarbeitet   und   bei   der   WUSV-Tagung   am   30.   August   1976 beschlossen,   überarbeitet   und   katalogisiert   mit   Ermächtigungsbeschluss   durch   den   Vorstand   und   Beirat   vom   23./24.   März   1991,   geändert   durch   die   Bundesversammlungen   vom   25.   Mai   1997,   31.   Mai/   01.   Juni   2008   und   6./7.   Juni   2009.   Der   Deutsche   Schäferhund,   mit   dessen   planmäßiger Züchtung   im   Jahre   1899   nach   Gründung   des   Vereins   begonnen   wurde,   ist   aus   den   mitteldeutschen   und   süddeutschen   Schlägen   der   damals   vorhanden   gewesenen   Hütehunde   herausgezüchtet   worden   mit   dem   Endziel,   einen   zu   hohen   Leistungen   veranlagten   Gebrauchshund   zu   schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde der Rassestandard des Deutschen Schäferhundes festgelegt, der sich sowohl auf die körperliche Beschaffenheit wie auch auf die Wesens-und Charaktereigenschaften bezieht.    Allgemeines Erscheinungsbild Der Deutsche Schäferhund ist mittelgroß, leicht gestreckt, kräftig und gut bemuskelte, die Knochen trocken und das Gesamtgefüge fest.   Wichtige Maßverhältnisse:  Die Widerristhöhe beträgt für Rüden 60 cm bis 65 cm, bei Hündinnen 55 cm bis 60 cm. Die Rumpflänge übertrifft das Maß der Widerristhöhe um etwa 10 -17 %.   Wesen:  Der Deutsche Schäferhund muss vom Wesensbild her ausgeglichen, nervenfest, selbstsicher, absolut unbefangen und (außerhalb einer Reizlage) gutartig sein, dazu aufmerksam und führig. Er muss Triebverhalten, Belastbarkeit und Selbstsicherheit besitzen, um als Begleit-, Wach-, Schutz-, Dienst- und Hütehund geeignet zu sein.   Kopf  Der Kopf ist keilförmig, der Körpergröße entsprechend (Länge etwa 40 % der Widerristhöhe), ohne plump zu sein oder überstreckt zu sein, in der Gesamterscheinung trocken, zwischen den Ohren mäßig breit. Die Stirn ist von vorn und von der Seite gesehen nur wenig gewölbt und ohne oder mit nur schwach angedeuteter Mittelfurche.   Das Verhältnis von Oberkopf zu Gesichtsteil beträgt 50 % zu 50 %. Die Oberkopfbreite entspricht in etwa der Oberkopflänge. Der Oberkopf geht (von oben gesehen) von den Ohren zur Nasenkuppe sich gleichmäßig verjüngend mit schräg verlaufendem, nicht scharf ausgebildetem Stirnabsatz in den keilförmig verlaufenden Gesichtsteil (Fangteil) des Kopfes über. Ober-und Unterkiefer sind kräftig ausgebildet.   Der Nasenrücken gerade, eine Einsattelung oder Aufwölbung ist nicht erwünscht. Die Lippen sind straff, gut schließend und von dunkler Färbung.  Die Nase muss schwarz sein.   Das Gebiss muss kräftig, gesund und vollständig sein (42 Zähne gemäß der Zahnformel). Der Deutsche Schäferhund hat ein Scherengebiss, d.h. die Schneidezähne müssen scherenartig ineinandergreifen, wobei die Schneidezähne des Oberkiefers scherenartig die des Unterkiefers überschneiden. Auf-, Vor-und Rückbeißen ist fehlerhaft, ebenso größere Zwischenräume zwischen den Zähnen (lückenhafte Stellung). Fehlerhaft ist ebenso die gerade Zahnleiste der Schneidezähne. Die Kieferknochen müssen kräftig entwickelt sein, damit die Zähne tief in die Zahnleiste eingebettet sein können.   Die Augen sind mittelgroß, mandelförmig, etwas schrägliegend und nicht hervortretend. Die Farbe der Augen soll möglichst dunkel sein. Helle, stechende Augen sind nicht erwünscht, da sie den Ausdruck des Hundes beeinträchtigen.   Ohren  Der Deutsche Schäferhund hat Stehohren von mittlerer Größe, die aufrecht und gleichgerichtet getragen werden (nicht seitwärts eingezogen), sie sind spitz auslaufend und mit der Muschel nach vorn gestellt. Kippohren und Hängeohren sind fehlerhaft. In der Bewegung bzw. in Ruhestellung nach hinten angelegt getragenen Ohren sind nicht fehlerhaft.   Hals  Der Hals soll kräftig, gut bemuskelte und ohne lose Kehllaut (Wamme) sein. Die Zuwinkelung zum Rumpf (Horizontale) beträgt ca. 45 %.  Körper Die Oberlinie verläuft vom Halsansatz an über den hohen langen Widerrist und über den geraden Rücken bis zur leicht abfallenden Kruppe ohne sichtbare Unterbrechung. Der Rücken ist mäßig lang, fest, kräftig und gut bemuskelte. Die Lende ist breit, kurz, kräftig ausgebildet und gut bemuskelte. Die Kruppe soll lang und leicht  abfallend (ca. 23° zur Horizontalen) sein und ohne Unterbrechung der Oberlinie in den Rutenansatz übergehen.   Die Brust soll mäßig breit sein, die Unterbrust möglichst lang und ausgeprägt. Die Brusttiefe soll etwa 45 % bis 48 % der Widerristhöhe betragen.   Die Rippen sollen mäßige Wölbung ausweisen, tonnenförmige Brust ist ebenso fehlerhaft wie Flachrippigkeit.   Die Rute reicht mindestens bis zum Sprunggelenk, jedoch nicht über die Mitte des Hinter Mittelfußes hinaus. Sie ist an der Unterseite etwas länger behaart und wird in sanft herabhängendem Bogen getragen, wobei sie in der Erregung und in der Bewegung stärker angehoben getragen wird, jedoch nicht über die Horizontale hinaus. Operative Korrekturen sind verboten.   Gliedmaßen    Vorhand Die Vordergliedmaßen sind von allen Seiten gesehen gerade, von vorn gesehen absolut parallel.   Schulterblatt und Oberarm sind von gleicher Länge und mittels kräftiger Bemuskelung fest am Rumpf angelagert. Die Winkelung von Schulterblatt und Oberarm beträgt im Idealfall 90°, im Regelfall bis 110°.   Die Ellenbogen dürfen weder im Stand noch in der Bewegung ausgedreht werden und ebenso nicht eingedrückt sein. Die Unterarme sind von allen Seiten gesehen gerade und zueinander absolut parallel stehend, trocken und fest bemuskelte. Der Vordermittelfuß hat eine Länge von ca. 1/3 des Unterarmes und hat einen Winkel von ca. 20° bis 22° zu diesem. Sowohl ein zu schräg stehender Vordermittelfuß (mehr als 22°) als auch ein steil stehender Vordermittelfuß (weniger als 20°) beeinträchtigen die Gebrauchseignung, insbesondere die Ausdauerfähigkeit.   Die Pfoten sind rundlich, gut geschlossen und gewölbt, die Sohlen hart, aber nicht spröde. Die Nägel sind kräftig und von dunkler Farbe.   Hinterhand  Die Stellung der Hinterläufe ist leicht rückständig, wobei die Hintergliedmaßen von hinten gesehen parallel zueinander stehen. Oberschenkel und Unterschenkel sind von annähernd gleicher Länge und bilden einen Winkel von ca. 120°, die Keulen sind kräftig und gut bemuskelte.   Die Sprunggelenke sind kräftig ausgebildet und fest, der Hinter Mittelfuß steht senkrecht unter dem Sprunggelenk.  Die Pfoten sind geschlossen, leicht gewölbt, die Ballen hart und von dunkler Farbe, die Nägel kräftig, gewölbt und ebenfalls von dunkler Farbe.  Gangwerk  Der Deutsche Schäferhund ist ein Traber. Die Gliedmaßen müssen in Länge und Winkelungen so aufeinander abgestimmt sein, dass er ohne wesentliche Veränderung der Rückenlinie die Hinterhand bis zum Rumpf hin verschieben und mit der Vorhand genausoweit ausgreifen kann. Jede Neigung zur Überwinkelung der Hinterhand mindert die Festigkeit und die Ausdauer und damit die Gebrauchstüchtigkeit. Bei korrekten Gebäudeverhältnissen und Winkelungen ergibt sich ein raumgreifendes, flach über den Boden gehendes Gangwerk, das den Eindruck müheloser Vorwärtsbewegungen vermittelt. Bei einem nach vorn geschobenen Kopf und leicht angehobener Rute ergibt sich bei einem gleichmäßigen und ruhigen Trab eine von den Ohrenspitzen über den Nacken und Rücken bis zum Rutenende verlaufende weichgeschwungene und nicht unterbrochene Rückenlinie.  Haut  Die Haut ist (lose) anliegend, ohne jedoch Falten zu bilden.  Beschaffenheit des Haares   Haar:  Der Deutsche Schäferhund wird  in den Haarvarie- täten Stockhaar und Langstockhaar -beide mit Unterwolle -gezüchtet.   Stockhaar:  Das Deckhaar soll möglichst dicht, gerade harsch und fest anliegend sein. Am Kopf einschließlich des Ohrinnern, an der Vorderseite der Läufe, an Pfoten und Zehen kurz, am Hals etwas länger und stärker behaart. An der Rückseite der Läufe verlän- gert sich das Haar bis zum Vorfußwurzelgelenk bzw. bis zum Sprunggelenk, an der Rückseite der Keulen bildet es mäßige Hosen.   Langstockhaar:  Das Deckhaar soll lang, weich und nicht fest anliegend sein, mit Fahnen an Ohren und Läufen, buschige Hosen und buschige Rute mit Fahnenbildung nach unten. Am Kopf einschließlich des Ohrinnern, an der Vorderseite der Läufe, an Pfoten und Zehen kurz, am Hals länger und stärker behaart, nahezu eine Mähne bildend. An der Rückseite der Läufe verlängert sich das Haar bis zum Vorderfußwurzelgelenk bzw. bis zum Sprunggelenk und bildet an der Rückseite der Keulen deutliche Hosen.   Farben  Schwarz mit rotbraunen, braunen, gelben bis hellgrauen Abzeichen. Schwarz einfarbig, grau mit dunklerer Wolkung, schwarzem Sattel und Maske. Unauffällige, kleine weiße Brustabzeichen, sowie helle Innenseiten sind zugelassen, aber nicht erwünscht. Die Nasenkuppe muss bei allen Farbschlägen schwarz sein. Fehlende Maske, helle bis stechende Augenfarbe sowie helle bis weißliche Abzeichen an Brust und Innenseiten. Helle Krallen und rote Rutenspitze sind als Pigmentschwäche zu bewerten. Die Unterwolle zeigt einen leichten Grauton. Die Farbe Weiß ist nicht zugelassen.  Größe/Gewicht  Rüden:   Widerristhöhe 60 cm bis 65 cm  Gewicht: 30 kg bis 40 kg   Hündinnen:  Widerristhöhe 55 cm bis 60 cm  Gewicht 22 kg bis 32 kg   Hoden  Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.   Fehler  Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.   Schwere Fehler  Abweichungen von den vorstehend beschriebenen Rassekennzeichen, die die Gebrauchsfähigkeit beeinträchtigen.   Ohrenfehler: Seitlich zu tief angesetzte Ohren, Kippohren, Schildspannerstellung der Ohren, nicht gefestigte Ohren.   Erhebliche Pigmentmängel.   Stark beeinträchtigte Gesamtfestigkeit.  Zahnfehler Alle Abweichungen vom Scherengebiss und der Zahnformel, soweit es sich nicht um ausschließende Fehler (siehe folgendes) handelt.   Ausschließende Fehler  a) Wesensschwache, bissige und nervenschwache Hunde.  b) Hunde mit nachgewiesener “schwerer HD”.  c) Monorchiden und Kryptorchiden sowie Hunde mit deutlich ungleichen bzw. verkümmerten Hoden.  d) Hunde mit entstellenden Ohren-bzw. Rutenfehlern. e) Hunde mit Missbildungen.  f) Hunde mit Zahnfehlern bei Fehlen von: 1 mal Prämolar 3 und ein weiterer Zahn oder 1 Fangzahn oder 1 Prämolar 4 oder 1 Molar 1 bzw. Molar 2 oder insgesamt 3 Zähne und mehr.  g) Hunde mit Kiefermängeln: Rückbiss von 2 mm und mehr, Vorbiss, Aufbeißen im gesamten Schneidezahnbereich.  h) Hunde mit Über-bzw. Untergröße von mehr als 1 cm.  i) Albinismus  j) Die Haarfarbe weiß (auch bei dunklen Augen und Nägeln).  k) Langstockhaar ohne Unterwolle.  l) Langhaar (langes, weiches Deckhaar ohne Unterwolle, meist auf der Rückenmitte gescheitelt, Fahnen an Ohren und Läufen und an der Rute).  FCI-St. Nr  166 – 23.12.2010
FEDERATION CYNOLOGIQUE INTERNATIONALE (AISBL)  SECRETARIAT GENERAL: 13, Place Albert 1er  B – 6530 Thuin (Belgique)  ______________________________________________________________________________                                                                                                                                                                      _______________________________________________________________                                                                                 _______________________________________________________________
23.12.2010/DE      FCI-Standard Nr. 166            DEUTSCHER SCHÄFERHUND                    Stockhaar 
           Langstockhaar
URSPRUNG: Deutschland  DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN OFFIZIELLEN STANDARDS: 11.08.2010 VERWENDUNG :  vielseitiger Gebrauchs-, Hüte-und Dienstgebrauchshund KLASSIFIKATION FCI:  Gruppe 1 - Hütehunde und Treibhunde Sektion 1  Schäferhunde mit Arbeitsprüfung Kurzer   geschichtlicher   Überblick:      Nach   den   amtlichen   Festsetzungen   des   Vereins   für   Deutsche   Schäferhunde   (SV)   e.V.,   Sitz   Augsburg,   im Verband    für    das    Deutsche    Hundewesen    -VDH-,    der    als    Gründerverein    der    Rasse    für    den    Rassestandard    des    Deutschen    Schäferhundes verantwortlich   zeichnet,   aufgestellt   in   der   ersten   Mitgliederversammlung   zu   Frankfurt/M.   am   20.   September   1899,   nach   den   Vorschlägen   von A.   Meyer   und   von   Stephanitz,   nebst   den   Ergänzungen   der   VI.   Mitgliederversammlung   am   28.   Juli   1901,   der   XXIII.   Mitgliederversammlung   zu Köln/Rh.    am    17.    September    1909,    der    Vorstands-und    Beiratssitzung    zu    Wiesbaden    am    5.    September    1930    und    Zuchtausschuss-und Vorstandssitzung   am   25.   März   1961,   im   Rahmen   der   Weltunion   der   Vereine   für   Deutsche   Schäferhunde   WUSV   -,   überarbeitet   und   bei   der WUSV-Tagung   am   30.   August   1976   beschlossen,   überarbeitet   und   katalogisiert   mit   Ermächtigungsbeschluss   durch   den   Vorstand   und   Beirat vom   23./24.   März   1991,   geändert   durch   die   Bundesversammlungen   vom   25.   Mai   1997,   31.   Mai/   01.   Juni   2008   und   6./7.   Juni   2009.   Der Deutsche    Schäferhund,    mit    dessen    planmäßiger    Züchtung    im    Jahre    1899    nach    Gründung    des    Vereins    begonnen    wurde,    ist    aus    den mitteldeutschen   und   süddeutschen   Schlägen   der   damals   vorhanden   gewesenen   Hütehunde   herausgezüchtet   worden   mit   dem   Endziel,   einen   zu hohen    Leistungen    veranlagten    Gebrauchshund    zu    schaffen.    Um    dieses    Ziel    zu    erreichen,    wurde    der    Rassestandard    des    Deutschen Schäferhundes festgelegt, der sich sowohl auf die körperliche Beschaffenheit wie auch auf die Wesens-und Charaktereigenschaften bezieht.    Allgemeines Erscheinungsbild Der Deutsche Schäferhund ist mittelgroß, leicht gestreckt, kräftig und gut bemuskelte, die Knochen trocken und das Gesamtgefüge fest.   Wichtige Maßverhältnisse:  Die Widerristhöhe beträgt für Rüden 60 cm bis 65 cm, bei Hündinnen 55 cm bis 60 cm. Die Rumpflänge übertrifft das Maß der Widerristhöhe um etwa 10 -17 %.   Wesen:  Der Deutsche Schäferhund muss vom Wesensbild her ausgeglichen, nervenfest, selbstsicher, absolut unbefangen und (außerhalb einer Reizlage) gutartig sein, dazu aufmerksam und führig. Er muss Triebverhalten, Belastbarkeit und Selbstsicherheit besitzen, um als Begleit-, Wach-, Schutz-, Dienst- und Hütehund geeignet zu sein.   Kopf  Der Kopf ist keilförmig, der Körpergröße entsprechend (Länge etwa 40 % der Widerristhöhe), ohne plump zu sein oder überstreckt zu sein, in der Gesamterscheinung trocken, zwischen den Ohren mäßig breit. Die Stirn ist von vorn und von der Seite gesehen nur wenig gewölbt und ohne oder mit nur schwach angedeuteter Mittelfurche.   Das Verhältnis von Oberkopf zu Gesichtsteil beträgt 50 % zu 50 %. Die Oberkopfbreite entspricht in etwa der Oberkopflänge. Der Oberkopf geht (von oben gesehen) von den Ohren zur Nasenkuppe sich gleichmäßig verjüngend mit schräg verlaufendem, nicht scharf ausgebildetem Stirnabsatz in den keilförmig verlaufenden Gesichtsteil (Fangteil) des Kopfes über. Ober-und Unterkiefer sind kräftig ausgebildet.   Der Nasenrücken gerade, eine Einsattelung oder Aufwölbung ist nicht erwünscht. Die Lippen sind straff, gut schließend und von dunkler Färbung.  Die Nase muss schwarz sein.   Das Gebiss muss kräftig, gesund und vollständig sein (42 Zähne gemäß der Zahnformel). Der Deutsche Schäferhund hat ein Scherengebiss, d.h. die Schneidezähne müssen scherenartig ineinandergreifen, wobei die Schneidezähne des Oberkiefers scherenartig die des Unterkiefers überschneiden. Auf-, Vor-und Rückbeißen ist fehlerhaft, ebenso größere Zwischenräume zwischen den Zähnen (lückenhafte Stellung). Fehlerhaft ist ebenso die gerade Zahnleiste der Schneidezähne. Die Kieferknochen müssen kräftig entwickelt sein, damit die Zähne tief in die Zahnleiste eingebettet sein können.   Die Augen sind mittelgroß, mandelförmig, etwas schrägliegend und nicht hervortretend. Die Farbe der Augen soll möglichst dunkel sein. Helle, stechende Augen sind nicht erwünscht, da sie den Ausdruck des Hundes beeinträchtigen.   Ohren  Der Deutsche Schäferhund hat Stehohren von mittlerer Größe, die aufrecht und gleichgerichtet getragen werden (nicht seitwärts eingezogen), sie sind spitz auslaufend und mit der Muschel nach vorn gestellt. Kippohren und Hängeohren sind fehlerhaft. In der Bewegung bzw. in Ruhestellung nach hinten angelegt getragenen Ohren sind nicht fehlerhaft.   Hals  Der Hals soll kräftig, gut bemuskelte und ohne lose Kehllaut (Wamme) sein. Die Zuwinkelung zum Rumpf (Horizontale) beträgt ca. 45 %.  Körper Die Oberlinie verläuft vom Halsansatz an über den hohen langen Widerrist und über den geraden Rücken bis zur leicht abfallenden Kruppe ohne sichtbare Unterbrechung. Der Rücken ist mäßig lang, fest, kräftig und gut bemuskelte. Die Lende ist breit, kurz, kräftig ausgebildet und gut bemuskelte. Die Kruppe soll lang und leicht  abfallend (ca. 23° zur Horizontalen) sein und ohne Unterbrechung der Oberlinie in den Rutenansatz übergehen.   Die Brust soll mäßig breit sein, die Unterbrust möglichst lang und ausgeprägt. Die Brusttiefe soll etwa 45 % bis 48 % der Widerristhöhe betragen.   Die Rippen sollen mäßige Wölbung ausweisen, tonnenförmige Brust ist ebenso fehlerhaft wie Flachrippigkeit.   Die Rute reicht mindestens bis zum Sprunggelenk, jedoch nicht über die Mitte des Hinter Mittelfußes hinaus. Sie ist an der Unterseite etwas länger behaart und wird in sanft herabhängendem Bogen getragen, wobei sie in der Erregung und in der Bewegung stärker angehoben getragen wird, jedoch nicht über die Horizontale hinaus. Operative Korrekturen sind verboten.   Gliedmaßen    Vorhand Die Vordergliedmaßen sind von allen Seiten gesehen gerade, von vorn gesehen absolut parallel.   Schulterblatt und Oberarm sind von gleicher Länge und mittels kräftiger Bemuskelung fest am Rumpf angelagert. Die Winkelung von Schulterblatt und Oberarm beträgt im Idealfall 90°, im Regelfall bis 110°.   Die Ellenbogen dürfen weder im Stand noch in der Bewegung ausgedreht werden und ebenso nicht eingedrückt sein. Die Unterarme sind von allen Seiten gesehen gerade und zueinander absolut parallel stehend, trocken und fest bemuskelte. Der Vordermittelfuß hat eine Länge von ca. 1/3 des Unterarmes und hat einen Winkel von ca. 20° bis 22° zu diesem. Sowohl ein zu schräg stehender Vordermittelfuß (mehr als 22°) als auch ein steil stehender Vordermittelfuß (weniger als 20°) beeinträchtigen die Gebrauchseignung, insbesondere die Ausdauerfähigkeit.   Die Pfoten sind rundlich, gut geschlossen und gewölbt, die Sohlen hart, aber nicht spröde. Die Nägel sind kräftig und von dunkler Farbe.   Hinterhand  Die Stellung der Hinterläufe ist leicht rückständig, wobei die Hintergliedmaßen von hinten gesehen parallel zueinander stehen. Oberschenkel und Unterschenkel sind von annähernd gleicher Länge und bilden einen Winkel von ca. 120°, die Keulen sind kräftig und gut bemuskelte.   Die Sprunggelenke sind kräftig ausgebildet und fest, der Hinter Mittelfuß steht senkrecht unter dem Sprunggelenk.  Die Pfoten sind geschlossen, leicht gewölbt, die Ballen hart und von dunkler Farbe, die Nägel kräftig, gewölbt und ebenfalls von dunkler Farbe.  Gangwerk  Der Deutsche Schäferhund ist ein Traber. Die Gliedmaßen müssen in Länge und Winkelungen so aufeinander abgestimmt sein, dass er ohne wesentliche Veränderung der Rückenlinie die Hinterhand bis zum Rumpf hin verschieben und mit der Vorhand genausoweit ausgreifen kann. Jede Neigung zur Überwinkelung der Hinterhand mindert die Festigkeit und die Ausdauer und damit die Gebrauchstüchtigkeit. Bei korrekten Gebäudeverhältnissen und Winkelungen ergibt sich ein raumgreifendes, flach über den Boden gehendes Gangwerk, das den Eindruck müheloser Vorwärtsbewegungen vermittelt. Bei einem nach vorn geschobenen Kopf und leicht angehobener Rute ergibt sich bei einem gleichmäßigen und ruhigen Trab eine von den Ohrenspitzen über den Nacken und Rücken bis zum Rutenende verlaufende weichgeschwungene und nicht unterbrochene Rückenlinie.  Haut  Die Haut ist (lose) anliegend, ohne jedoch Falten zu bilden.  Beschaffenheit des Haares   Haar:  Der Deutsche Schäferhund wird  in den Haarvarie- täten Stockhaar und Langstockhaar -beide mit Unterwolle -gezüchtet.   Stockhaar:  Das Deckhaar soll möglichst dicht, gerade harsch und fest anliegend sein. Am Kopf einschließlich des Ohrinnern, an der Vorderseite der Läufe, an Pfoten und Zehen kurz, am Hals etwas länger und stärker behaart. An der Rückseite der Läufe verlän- gert sich das Haar bis zum Vorfußwurzelgelenk bzw. bis zum Sprunggelenk, an der Rückseite der Keulen bildet es mäßige Hosen.   Langstockhaar:  Das Deckhaar soll lang, weich und nicht fest anliegend sein, mit Fahnen an Ohren und Läufen, buschige Hosen und buschige Rute mit Fahnenbildung nach unten. Am Kopf einschließlich des Ohrinnern, an der Vorderseite der Läufe, an Pfoten und Zehen kurz, am Hals länger und stärker behaart, nahezu eine Mähne bildend. An der Rückseite der Läufe verlängert sich das Haar bis zum Vorderfußwurzelgelenk bzw. bis zum Sprunggelenk und bildet an der Rückseite der Keulen deutliche Hosen.   Farben  Schwarz mit rotbraunen, braunen, gelben bis hellgrauen Abzeichen. Schwarz einfarbig, grau mit dunklerer Wolkung, schwarzem Sattel und Maske. Unauffällige, kleine weiße Brustabzeichen, sowie helle Innenseiten sind zugelassen, aber nicht erwünscht. Die Nasenkuppe muss bei allen Farbschlägen schwarz sein. Fehlende Maske, helle bis stechende Augenfarbe sowie helle bis weißliche Abzeichen an Brust und Innenseiten. Helle Krallen und rote Rutenspitze sind als Pigmentschwäche zu bewerten. Die Unterwolle zeigt einen leichten Grauton. Die Farbe Weiß ist nicht zugelassen.  Größe/Gewicht  Rüden:   Widerristhöhe 60 cm bis 65 cm  Gewicht: 30 kg bis 40 kg   Hündinnen:  Widerristhöhe 55 cm bis 60 cm  Gewicht 22 kg bis 32 kg   Hoden  Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.   Fehler  Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.   Schwere Fehler  Abweichungen von den vorstehend beschriebenen Rassekennzeichen, die die Gebrauchsfähigkeit beeinträchtigen.   Ohrenfehler: Seitlich zu tief angesetzte Ohren, Kippohren, Schildspannerstellung der Ohren, nicht gefestigte Ohren.   Erhebliche Pigmentmängel.   Stark beeinträchtigte Gesamtfestigkeit.  Zahnfehler Alle Abweichungen vom Scherengebiss und der Zahnformel, soweit es sich nicht um ausschließende Fehler (siehe folgendes) handelt.   Ausschließende Fehler  a) Wesensschwache, bissige und nervenschwache Hunde.  b) Hunde mit nachgewiesener “schwerer HD”.  c) Monorchiden und Kryptorchiden sowie Hunde mit deutlich ungleichen bzw. verkümmerten Hoden.  d) Hunde mit entstellenden Ohren-bzw. Rutenfehlern. e) Hunde mit Missbildungen.  f) Hunde mit Zahnfehlern bei Fehlen von: 1 mal Prämolar 3 und ein weiterer Zahn oder 1 Fangzahn oder 1 Prämolar 4 oder 1 Molar 1 bzw. Molar 2 oder insgesamt 3 Zähne und mehr.  g) Hunde mit Kiefermängeln: Rückbiss von 2 mm und mehr, Vorbiss, Aufbeißen im gesamten Schneidezahnbereich.  h) Hunde mit Über-bzw. Untergröße von mehr als 1 cm.  i) Albinismus  j) Die Haarfarbe weiß (auch bei dunklen Augen und Nägeln).  k) Langstockhaar ohne Unterwolle.  l) Langhaar (langes, weiches Deckhaar ohne Unterwolle, meist auf der Rückenmitte gescheitelt, Fahnen an Ohren und Läufen und an der Rute).  FCI-St. Nr  166 – 23.12.2010